Selbsternannter Bitcoin-Schöpfer erreicht mit Mt. Gox-Referenz ein ’neues urkomisches Tief‘

Calvin Ayre und Craig Wright (5.-6. von links) mit ihrem Team

Das Ende des Dramas von Craig Wright und Satoshi ist nahe. Wright und seine Anwaltskanzlei sind endlich für den Verlust von Bitcoins eingetreten, nachdem sie jahrelang behauptet hatten, er sei der Schöpfer von Bitcoin und habe eine Million BTC bei sich. Sie haben einen Brief an die Bitcoin-Infrastrukturgesellschaft Blockstream geschickt, in dem sie die Eigentümerschaft von Bitcoin Future geltend machen und sie auffordern, ebenfalls die Arbeit an der Datenbank einzustellen.

Führenden Kryptoanalysten zufolge ist es eigentlich beschämend für die Anwaltskanzlei SCA Onitier.ee, die Wright vertritt. Whalepanda (alias) getwittert,

Ich verstehe nicht einmal, wie eine echte Anwaltskanzlei einen solchen Brief verschicken kann. Einer davon ist die Adresse einer Firma für gestohlene Münzen. Das ist ein neuer urkomischer Tiefpunkt.

Mt. Gox und Wright, in welcher Beziehung stehen sie zueinander?

Für Neulinge auf diesem Gebiet sind die „Faketoshi“-Behauptungen von Mt. Gox und Craig Wright wahrscheinlich zwei der schlimmsten Ereignisse in der Geschichte der zehnjährigen Geschichte von Bitcoin [BTC]. Nichtsdestotrotz handelt es sich um völlig getrennte Ereignisse.

Die kombinierten Bitcoin-Bestände der beiden in dem Brief zitierten Adressen belaufen sich zum aktuellen Preis von Bitcoin auf etwas mehr als eine Milliarde USD (110.957,26 BTC). Nichtsdestotrotz ist die größere der beiden Adressen („1Feex“), die etwa 80.000 Bitcoins besitzt, mit dem Hack von Mt.

Anwälte vertreten andere Ansicht

Selbst wenn man glauben sollte, dass Wrights Adressen beim Hack von 2014 gestohlen wurden. Die Anwälte selbst behaupten in dem Brief eine andere Geschichte. Ihnen zufolge wurde Wrights Computer am 5. Februar 2020 gehackt, als die Hacker Zugang zu den verschlüsselten Dateien erhielten, auf die Wright anscheinend ebenfalls keinen Zugriff hatte.

Eine Aussage aus dem Brief lautet,

Tulip besitzt das Recht auf den Namen ‚Bitcoin‘ und die Bitcoin-Datenbank.

Samson Mow, der CSO von Blockstream hat getwittert,

Idiotischer Brief, den die Anwälte von #Faketoshi herumschicken.

In der Tat, wenn man versucht, Eigentumsansprüche auf eine öffentliche Blockadekette zu setzen, werden zwangsläufig Fragen aufgeworfen, die sehr eigenartig sind.

Was den Moment betrifft, so sind es positive Nachrichten für den Preis von Bitcoin. Die Zweifel an einem Dumping durch Wright auf dem Markt oder an der Behauptung, Bitcoin sei definitiv im Besitz von Bitcoin, scheinen weiter gewichen zu sein.